Dienstag, 4. Dezember 2012

"Der Tintenschnüffler" - Iris Deitermann


    Der Tintenschnüffler“ ist dein erster Roman, worum geht es in dem Buch?

    Es geht um vier Kinder, die in den Sommerferien ein Abenteuer mit dem Tintenschnüffler in Welwenia erleben. Sie machen sich auf die Suche nach seiner Menschenfreundin, die einfach verschwunden ist und jetzt für jede Menge Unruhe in der Welt des Tintenschnüfflers sorgt.

     
Broschiert: 220 Seiten
Verlag: Sperling-Verlag; Auflage: 1., (20. November 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3942104172
ISBN-13: 978-3942104173
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 11 Jahre
12,80€
Das perfekte Weihnachtsgeschenk für die kleinen Leser unter uns :) !!!
- meine Empfehlung
     

    Wie bist du auf den Titel gekommen und auf diese niedliche Figur, die man einfach ins Herz schließen muss?

    Der Titel hat sich beim Schreiben ganz von selbst ergeben. Bei den Figuren würde ich fast schon sagen, war es genauso. Ich wusste wo ich mit meiner Geschichte hin wollte, aber die genauen Details haben sich erst während des Schreibens der ersten Rohfassung ergeben und wurden später sogar noch ergänzt. Am Anfang hatte ich eigentlich nur vier Figuren... Fellflauscher, Blumenschnüffler, Baumlinge und Primelchen. Dies waren anfangs Skizzen meines Illustrators, die ich so toll fand, dass ich einfach eine Geschichte schreiben musste, in der sie einen Platz finden würden.

    Wer lieferte dir die Illustrationen, oder wolltest du das Gestalten anfangs vielleicht selbst übernehmen?

    Die Illustrationen stammen alle von Marcel Hampel. Er arbeitet für internationale Spieleentwickler als Concept Artist. Dass er die Illustrationen machen würde, stand von Anfang an fest, denn seine Figuren haben mich anfangs zur Geschichte rund um den Tintenschnüffler inspiriert. Er schafft es mit einfachen Mitteln Figuren Leben einzuhauchen, die man am liebsten sofort in die Arme schließen würde. Jedenfalls haben sie diese Wirkung immer auf mich. :):)

    Wie bist du zum Schreiben gekommen? Seid wann gehst du schon diesem Hobby nach?

    Ich habe schon immer gerne geschrieben. Ob für den Schulunterricht, wenn es um Aufsätze ging, oder einfach nur so. Regelmäßig schreibe ich aber erst, seit ich Möglichkeiten gefunden habe meine Texte im Internet zu präsentieren.

    Welcher Charakter aus dem Buch ist dein Liebling und warum?

    Puuuuh, das ist eine schwere Frage. Ich finde sie alle toll, weil sie alle für einen besonderen Teil des menschlichen Lebens stehen. Müsste ich mich aber entscheiden, wäre es Primelchen. Sie habe ich schon ins Herz geschlossen, als sie das erste Mal aus Marcels Hand auf den Bildschirm rutschte. Ihre Eigenschaft als Blütenbringerin, die jedes Jahr einen neuen Frühling und damit immer wieder einen Neuanfang bringt, gefällt mir einfach sehr. Ohne den Frühling, gibt es nichts anderes. Ob auf der kindlichen Jahreszeitenebene oder im Erwachsenendasein.

    Was war schwerer zu schreiben: Der Anfang oder das Ende?
     
    Definitiv der Anfang. Wenn man das Ende schreibt, ist man einfach ein bisschen traurig, aber auch erleichtert. Aber einen Anfang zu schreiben... das ist echt schwer. Daran habe ich viel gearbeitet. Schließlich muss man den Leser schon mit dem Anfang Lust auf mehr machen.

     
    Was inspiriert dich zu solch einzigartigen Kinderbüchern?

    Mich inspirieren vor allem Kinder. Ich finde Kinder toll und nehme mir gerne viel Zeit für sie. Sie wissen noch, wie man das Leben lebt. Sie sehen noch, wie bunt und toll die Welt ist. In ihren Köpfen steckt so viel Fantasie und Kreativität, die sie auf jede erdenkliche Weise zum Ausdruck bringen. Unfassbar was man alles mitbekommt, wenn man sich nur einen kleinen Augenblick Zeit nimmt, sie zu beobachten. Und weil Fantasie und Kreativität etwas so Wundervolles sind, möchte ich die Kinder, die meine Geschichten lesen, genau dorthin auf eine
    Reise mitnehmen. Deshalb haben alle meine Geschichten auch fantastische Elemente.

    Wie entwickelst du die Charaktere, nimmst du dir Beispiele aus deinem realen Leben?

    Ja, meine Beispiele stammen alle aus dem realen Leben und finden einen Platz im Fantastischen. Wie genau das funktioniert, kann ich gar nicht sagen. Ich versuche mir auszumalen, was es noch viel spannender machen könnte, um zum Beispiel über das Wetter zu sprechen und schwupps, gibt es einen Himmelsmaler. Ich mache mir Gedanken über die zunehmende Belastung der Umwelt, das Sterben der Bäume und schon steht der
    Wurzelwanderer vor mir und erzählt mir, was da wirklich los ist.

    Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen? Verfolgst du ein bestimmtes Ziel z.B. einen Bestseller zu schreiben?

    Einen Bestseller schreiben, ist wohl ein sehr hohes Ziel, das ich mir gerne aus der Ferne anschaue. Ich wünsche mir eigentlich nur, dass ich diejenigen, die meine Geschichten lesen, für einen kleinen Moment aus dem Alltag entführen und glücklich machen kann. Es kommt nicht auf die Verkaufszahlen eines Buches an, sondern auf das, was die Menschen nach dem Lesen mit dir verbinden.

    Wird es vom „Tintenschnüffler“ eine Fortsetzung geben?

    Ja, die wird es geben. Die Abenteuer um unseren kleinen blauen Freund gehen noch ein gutes Stück weiter. So lange es unsere Welt gibt, wird auch immer irgendetwas in Welwenia los sein. Sie sind schließlich für einiges hier verantwortlich, von dem wir gar nichts wissen. Lassen wir uns überraschen, was sie uns noch alles zu erzählen haben.



    Arbeitest du bereits an neuen Werken? Wenn ja, kannst du uns einen kleinen Einblick geben?

    Ich arbeite zur Zeit vorwiegend am zweiten Band des Tintenschnüfflers. Darüber möchte ich natürlich noch nicht zu viel verraten. Dieses Mal wird es auf jeden Fall turbulent und das Problem das es zu lösen gilt, ist nicht nur sehr groß, sondern auch knifflig.
    Sonst arbeite ich immer wieder an kleinen Geschichten, gerade an einer, die sich als Vorlesegeschichte zur Weihnachtszeit eignet und die sich mit der Geschenkewartezeit befasst. „Willi Zwickelwichtel“ wird es schon bald für alle in meiner Leseecke geben und hoffentlich für viel Zuhör- oder Selbstlesespaß sorgen.


    Ich bedanke mich für das Interview.

    (Sämtliche Bildquellen unterliegen dem Copyright von Verlag, Autorin & Illustrator)

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